Offener Brief: Multifunktionsplatz - die ehemaligen Sprecher melden sich zu Wort

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dehmer,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,

seit vielen Jahren setzen sich Jugendgemeinderäte und andere Vertreter der Jugendarbeit in Geislingen für Bolzplätze ein. Das wichtigste Anliegen in den letzten Jahren war dabei die Gestaltung des Radweges am Tälesbahnhof. Hier fand der JGR durch eine ausführliche Befragung der Jugendlichen vor Ort heraus, dass ein Multifunktionsplatz direkt neben dem Jugendhaus Tälesbahnhof das größte Anliegen der Jugend ist.

Schon seit Anfang 2016 befassen sich die Stadtverwaltung, der Gemeinderat und der Jugendgemeinderat mit der Planung des Multifunktionplatzes. Alle Anforderungen an ein solches Projekt, wie beispielsweise ein Lärmgutachten, wurden abgearbeitet und erfüllt.

Im vergangen Jahr 2019 war es dann endlich soweit: Der Auftrag für den Bau des Multifunktionsplatzes konnte ausgeschrieben werden. Leider war die Ausschreibung nicht erfolgreich. Zur Trauer aller Jugendlichen die sich schon sehr auf diesen Bolzplatz gefreut haben und sich dafür stark engagierten.

Nachdem der Platz schon so gut wie gebaut schien, steht dieser nun wieder in Frage. Grund dafür ist der schwierige Haushalt unserer Stadt. Wir wissen, dass Sie vor keinen leichten Entscheidungen stehen einen genehmigungsfähigen Haushalt auf die Beine zu stellen. Der Bolzplatz ist und bleibt das größte und wichtigste Anliegen der Geislinger Jugendlichen in den letzten Jahren.

Viele Bolzplatzprojekte konnten in den vergangenen Jahren nicht umgesetzt werden. Alle Hoffnungen liegen auf dem Multifunktionsplatz am Tälesbahnhof. Bitte nehmen Sie das Anliegen und die Stellungnahme der aktuellen Jugendgemeinderäte ernst. Schon viel zu oft wurde die Jugend in Geislingen vertröstet.

Wäre die Ausschreibung im letzten Jahr erfolgreich gewesen, wäre das Geld bereits weg und der Platz stände in der aktuellen Debatte um den Haushalt überhaupt nicht zur Diskussion. In diesem Fall wird über Geld diskutiert, das schon fest eingeplant war.

Wir hoffen, dass unser Einsatz, und der vieler anderer, nicht vergeblich war und unser Herzensprojekt hinter der Ziellinie nicht gekippt wird.

Es grüßen freundlich, die ehemaligen Jugendgemeinderäte,

Victoria Kutek, Maximilian Erhardt, Kai Hummel und Franziska Mauch

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